Über Inken
„We begin where we are and how we are, and whatever happens, happens." – T.K.V. Desikachar, The Heart of Yoga
Meine Anfänge mit Yoga waren holprig und langsam: hier und da ein paar YouTube-Videos und Online-Klassen, viel zu schüchtern, um mich alleine in ein Studio zu trauen. Ich hatte Angst aufzufallen, zu wenig zu wissen, die Haltungen (Asanas) nicht richtig zu machen. Erst nach Jahren regelmäßiger Praxis habe ich gelernt, wie wenig Relevanz das hat, was sichtbar ist. Viel wichtiger ist das Unsichtbare: meine innere Haltung, mit der ich praktiziere.
In meinen Yogastunden darfst du Raum einnehmen, du darfst laut oder leise sein, du darfst die gesamte Stunde in Kindshaltung verbringen oder überhaupt etwas ganz anderes machen als das, was ich sage. Denn das Entscheidende passiert in dir. Ich als Lehrerin gebe dir einen Rahmen, einen Maßstab, den Raum, damit du dein Inneres erforschen kannst. Denn das kannst nur Du allein. Wie T.K.V. Desikachar sagt: Fortschritt auf dem Weg des Yoga bedeutet verschiedene Dinge für verschiedene Menschen. Ich möchte dich darin unterstützen, den Weg zu gehen, der für Dich relevant ist.
Meine Art, Vinyasa Yoga zu unterrichten, ist tief beeinflusst durch meine Yogalehrer*innen. Ich danke Nora Wendt, die mir die Integration von Atmung und Bewegung beigebracht hat. Ich danke Marlene Schmitt, die mich mit ihren kreativen Sequenzen und spielerischen Ansätzen immer wieder aufs Neue inspiriert. Ich danke Alex Perez, der mich gelehrt hat, welche Rolle die Stimme der Lehrerin bzw. des Lehrers beim Unterrichten spielt. Ich danke Nush Guendogdu, die mich mit ihren kritischen Gedanken zur Praxis des Yoga in der westlichen Welt immer wieder zum Nachdenken anregt. All das fließt in die Art ein, wie ich meine Stunden gestalte: kraftvoll, kreativ und verspielt.
Ich möchte, dass Du weißt: Ich sehe Dich. Ich versuche, während meiner Stunden weniger zu demonstrieren und mit meiner Präsenz bei Dir zu sein. Ich begleite Dich mit meiner Stimme und achtsamen Hands-on-Assists. Was ich dabei nicht sehen kann, ist alles, was in deinem Inneren geschieht. Und genau das lade ich Dich ein, gemeinsam mit mir zu erforschen.
Was ist deine Lieblingsyogapose?
Der Halbmond (Ardha Chandrasana) zeigt mir sowohl die Stabilität des Bodens unter mir, als auch die Freiheit und den Raum um und über mir.